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Das gamelab.berlin ist ein Projekt des Interdisziplinären Labors Bild Wissen Gestaltung, Exzellenzcluster der Humboldt Universität zu Berlin. Wir forschen und entwickeln interdisziplinär im Zeitalter des Spiels.

Forschung

Das gamelab.berlin untersucht auf Basis der kulturtheoretischen These eines “Zeitalter des Spiels” interdisziplinär und multiperspektivisch das Phänomen des Spiels. Basierend auf einem erweiterten Spielbegriff forscht das gamelab.berlin u.a. in den Bereichen Gamethinking, transmediales Storytelling, Serious Games, Gamification, Persuasive Design, Engagement Science und Experience Design. Die theoretische und historische Forschung aus den unterschiedlichen im Projekt vertretenen Expertisen wird dabei komplementär ergänzt von Eigenentwicklungen. Diese Verbindung von universitärer Forschung und praktischer Gestaltung könnte, so unsere Hoffnung, völlig neue Dimensionen im Wechselspiel von Theorie und Praxis erschließen helfen.
Aus der Arbeit im Interdisziplinären Labor resultieren Fragestellungen, die sich einerseits aus der Analyse universitärer Prozesse ergeben haben und andererseits eine darüber weit hinausgehende Relevanz implizieren. Auf welche Weise werden Spielregeln beglaubigt und wie kann es gelingen, sie wieder diskutierbar zu machen? Wie müssen Prozesse und Räume gestaltet sein, damit kritische Reflexion und kreativer Gestaltungswille stattfinden können? Welche neuen Möglichkeiten des Wissensmanagements, des Erkenntnistransfers, der grenzüberschreitenden Kooperation, aber auch der politischen und medialen Einflussnahme sind im Zeitalter des Spiels möglich und vielleicht – nötig?
Wir hoffen mit einer disziplinenübergreifenden Theoriearbeit die Forschungen über die Kulturtechnik des Spiel mit neuen analytische Beiträgen zu bereichern. Die im gamelab.berlin entstehenden Gestaltungsexperimente werden zum Teil im Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung erprobt und den Mitgliedern zur Verfügung gestellt.
Das gamelab.berlin erarbeitet sich darüber hinaus ein internationales Netzwerk und möchte auf diese Weise dazu beitragen, dass der Cluster Bild Wissen Gestaltung und die Humboldt-Universität zu Berlin in dem Forschungsbereich der “Kulturtechnik des Spiels” wahrgenommen werden.
Das gamelab.berlin besteht derzeit aus einem Kernteam von fünf Mitarbeitern und mehreren weiteren Personen, die projektbezogen teilnehmen. Intensive clusterinterne Kooperationen bestehen mit dem Basisprojekt Gesundheit und Gestaltung, dem Basisprojekt Experiment und Beobachtung, dem Basisprojekt Architekturen des Wissens, dem Basisprojekt Analogspeicher und dem Ausstellungsteam um Frauke Stuhl und Nikolai Doll. Außerhalb des Clusters bestehen konkrete Arbeitsbeziehungen zum Bauhaus Dessau, zu der TU Braunschweig und dem Medizinstartup Retrobrain.
Die unten näher beschriebenen Projekte und Vorhaben resultieren aus der Arbeit des Kernteams und aus den genannten Kooperationen. Der im gamelab.berlin vertretene theoretische Ansatz ist seiner Struktur und dem Interessensgebiet seiner Mitglieder entsprechend divers: die klassischen Themen der Game Studies fließen ebenso in unsere Analysen ein wie die Erkenntnisse der Flow Forschung, der positiven Psychologie oder der Engagement Science. Da der erweiterte Spielbegriff aber auch auf Bereiche der Wirtschaft und Politik angewandt werden kann, werden auch semiotische, ästhetische, ökonomische und kommunikative Theorieansätze und Diskurse verfolgt und im Hinblick auf die oben genannten Fragestellungen angewandt.
Die Mitglieder erarbeiten Ideen, Konzepte, Szenarien, von denen die besten in Prototypen vertestet werden. Für diese Prototypen wird bei positiver Beurteilung eine Entwicklung zu fertigen Produkten angestrebt, die als Publikationen des Interdisziplinären Labors das Portfolio klassischer akademischer Publikationen in Schriftform ergänzen.
In Kooperation mit dem Basisprojekt Gesundheit und Gestaltung entsteht auf diese Weise z.B. ein tabletbasiertes Assistenzsystem, um das Arzt-Patientenverhältnis in der Versorgung chronischer Erkrankungen zu reformulieren (siehe Projekte). In Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsteam werden Möglichkeiten spielerisch-patizipatorischer Wissensvermittlung geprüft und entwickelt. Die Ergebnisse einer internationalen Konferenz 2015 sollen in einem Sammelband publiziert werden.

Das gamelab Team

Über uns

Thomas Lilge

Philosophie/Theaterwissenschaften

Thomas Lilge hat das gamelab.berlin 2013 gegründet. Neben seiner Tätigkeit als Forscher zur Kulturtechnik des Spiels berät er Firmen und Organisationen zu den Themen Gamification und Human Focused Design. Gamification Expert Level 3 der Engagement Alliance und zertifizierter Octalysis Framework Nutzer.

Anna Roethe

Medizin/Kulturwissenschaft

Als Ärztin und Kulturwissenschaftlerin interessiert Anna sich für die unterschiedlichen Methoden von Wissenskulturen. Derzeit forscht und arbeitet sie lösungsorientiert zu chirurgischen Workflows und der Patientenversorgung in der Onkologie.

Christian Stein

Informatik/Linguistik

Christian ist Informatiker und Linguist und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin zu den Themen Big Data und Semantic Web. Softwareentwickler mit sechzehn Jahren professioneller Arbeitserfahrung.

Frauke Stuhl

Skandinavistik/Ausstellung

Frauke Stuhl hat Skandinavistik studiert und interessiert sich für Spiele als Vermittlungsformate in Ausstellungen. Können Spiele wie Guides durch eine Ausstellung führen? Können Spiele Ausstellungsinhalte vermitteln?

Sebastian Schwesinger

Kulturwissenschaft

Sebastian Schwesinger studierte International Management und Controlling an der Hochschule für Ökonomie & Management und der Hogeschool Zeeland, anschließend Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der London Metropolitan University. Seine Forschungsinteressen bündeln sich in Schwerpunkten zu  Markt- und Infrastrukturdesign aus spieltheoretischer Perspektive und zum Verhältnis von Klang und Materialität.

Steven Kawalle

Politikwissenschaft

Steven Kawalle promoviert im Fach Politikwissenschaft an der TU Braunschweig. Gegenstand seiner Forschung ist das Testen von Theorien der Internationalen Beziehungen mittels Planspielen. Steven Kawalle ist Mitglied des gamelabs und arbeitet dort an der digitalen Umsetzung von Decide&Survive. Gleichzeitig befasst er sich innerhalb des gamelabs mit der Anwendbarkeit von Spielen als Forschungsinstrumente.

Manouchehr Shamsrizi

Philosophie/Soziologie

Manouchehr beschäftigt sich seit Jahren in Theorie und Praxis mit Gamification, u.a. als Gründer und CEO eines preisgekrönten StartUps für Serious Games. Er wurde als Fellow der Royal Society of Arts, Global Justice Fellow der Yale University und Global Shaper des Weltwirtschaftsforums ausgezeichnet und gehört laut Washington Post zu den „the most publicly prominent voices of Germany’s younger generation“.

Anne Dippel

Kulturanthropologie/Geschichte

Anne Dippel ist promovierte Kulturanthropologin und Historikerin, Assistentin am Lehrstuhl für Volkskunde der Uni Jena und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HU Berlin. Zur Spielforschung und Spielentwicklung ist sie durch ihre aktuelle Feldforschung zur Wissensproduktion in der Hochenergiephysik gelangt – obwohl sie selbst als Montessori-Kind vermutlich immer nur von einem träumt, wenn sie arbeitet: spielen.

Anika Schultz

Interaction Design

Anika Schultz hat Product Design mit dem Schwerpunkt Interaction Design studiert. In ihrer Arbeit interessiert sie vor allem, wie Menschen in ihrem täglichen Leben agieren, welche Gewohnheiten sie haben, welche Technologien und Objekte sie nutzen, um mit diesem Wissen nachvollziehbare, sinnvolle und lebendige Produkte zu gestalten.

Claudia Lamas Cornejo

Public Relations/Fundraising

Claudia Lamas Cornejo vermittelt seit 2009 als Kultur- und Medien-Managerin künstlerische und wissenschaftliche Themen in der Öffentlichkeit. Mit Audience Development und Audience Empowerment als spielerische Werkzeuge unterstützt sie Ausstellungen, Projekte und Organisationen in der Gewinnung von Aufmerksamkeit. 

Peter Lee

Game Design

Peter Lee leitet seit 2009 das Studio Nolgong in Seoul (www.nolgong.com) und arbeitet mit seinem Team daran „alles in einen Spielplatz zu verwandeln“. Mit Nolgong hat er bahnbrechende Spielszenarios im kulturellen Bereich produziert (Being Faust, Anna Karenina). Derzeit entwickelt Peter mit dem gamelab.berlin ein Spiel für die Clusterausstellung.

Markus Rautzenberg

Philosophy/Game Studies

Markus Rautzenberg ist Philosoph und Medientheoretiker und promovierte 2000 nach einem Studium der Germanistik, Philosophie im Fach Philosophie mit einer Arbeit zum Thema »Zeichen–Störung–Materialität«. Dem schloss sich ein Postdoc-Stipendium am Graduiertenkolleg »InterArt« an, worauf eine Anstellung als wiss. Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin folgte. Von 2011 bis 2014 leitet er dort das DFG-Projekt »Evokation. Zur non-visuellen Macht der Bilder«. Seit 2016 ist er Professor  für Philosophie an der Folkwang Universität der Künste in Essen..

Einav Katan-Schmid

Philosophie/Tanzpraxis

Einavs Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie des Tanzes. In ihre Arbeit überschneiden sich Praxis und Theorie. Sie befasst sich mit Fragen, die sowohl künstlerische als auch philosophische Implikationen haben. Ihr Buch „Embodied Philosophy in Dance; Gaga und Ohad Naharins Movement Research“ wurde mit Palgrave Macmillan (2016) veröffentlicht. In gamelab.berlin entwirft sie ein Forschungsprojekt über Bewegungsmöglichkeiten und Tanz in VR. Das Projekt „Playing with Virtual Realities“ erforscht, wie verkörperte Praktiken und Technology mitVorstellungskraft und Wahrnehmung spielen und diese gestalten.

Klemens Reckfort

Game Design

Die Studienschwerpunkte von Klemens liegen im Bereich der Konzeption und Umsetzung von digitalen Spielen, der Koordination von Spielprojekten und dem Gestalten und Umsetzen von Vertical Slices und Prototypen. Als Praktikant im gamelab.berlin wird es neben der Mitarbeit im Cluster die Aufgabe sein, Entwicklungen von Spielen zu konzipieren, bestehende Prototypen auszuarbeiten und sich dabei im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens in Kombination mit Game Design weiter zu entwickeln.

Meik Ramey

Medienwissenschaft

Meik studiert Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor hat er seinen B.A. Abschluss in Medienwissenschaft an der Universität Siegen gemacht. Meiks Abschlussarbeit befasst sich mit Retro und Nostalgie in Videospielen.Seit September 2016 unterstützt er als Research Assistant die Arbeitsgruppe gamelab.berlin bei der Kommunikation, Organisation, Recherche und Gestaltung.

Matthäus Oelschläger

Informatik/Game Design

Matthäus ist Indie Entwickler, Game Designer und Programmierer und gestaltet im gamelab.berlin vor allem VR-Erfahrungen.

Kontakt

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gamelab.berlin

Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung
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10178 Berlin

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